Das passende KI-Marketing-Tool lässt sich nicht allein an einer langen Funktionsliste erkennen. Entscheidend ist, ob es eine konkrete Aufgabe mit euren Daten, euren Qualitätsanforderungen und vertretbarem Prüfaufwand unterstützt. Eine Auswahl nach Aufgaben bleibt nützlich, auch wenn Anbieter ihre Produkte verändern.
Zuerst die Werkzeugklasse bestimmen
| Aufgabe | Werkzeugklasse | Worauf es im Test ankommt |
|---|---|---|
| Texte vorbereiten | Textassistenz | Fakten, Markenstimme und Überarbeitungsbedarf |
| Informationen prüfen | Rechercheunterstützung | Zugängliche Originalquellen und nachvollziehbare Aussagen |
| Bildideen entwickeln | Bildwerkzeug | Gestalterische Kontrolle und geeigneter Einsatz des Ergebnisses |
| Daten übertragen | Workflow-Automatisierung | Zuverlässige Felder, Dublettenbehandlung und Fehlerweg |
| Zahlen erklären | Reporting-Unterstützung | Übereinstimmung mit den Quelldaten |
Ein Werkzeug kann mehrere Aufgaben abdecken. Das ist praktisch, aber kein Grund, jede Funktion einzusetzen. Entscheide zunächst, welche wiederkehrende Aufgabe im Team den größten vermeidbaren Aufwand verursacht.
Einen Vergleich mit echten Testfällen durchführen
Bereite einige typische, für den Test freigegebene Eingaben vor. Bei Textarbeit können das ein Fachinterview und ein vorhandenes Briefing sein. Bei Reporting sind es bekannte Kennzahlen mit einer bereits geprüften Interpretation. Bei einer Integration testest du auch ein fehlendes Feld und eine doppelte Übermittlung.
Gib allen Kandidaten dieselbe Aufgabe. Halte fest, was das Werkzeug liefert, was korrigiert werden muss und wie viel Zeit bis zu einem nutzbaren Ergebnis vergeht. Ein schneller erster Entwurf kann durch aufwendige Korrekturen teurer werden als eine langsamere, verlässlichere Arbeitsweise.
Den gesamten Betrieb vergleichen
Zum Aufwand gehören Einrichtung, Lizenzen, Einarbeitung, Prüfung und Fehlerbehebung. Prüfe außerdem, ob Informationen exportiert werden können, welche Zugriffe nötig sind und wer das System administriert. Vertrags- und Datenschutzfragen müssen zu den vorgesehenen Daten und zum konkreten Einsatz passen; ein allgemeines Werbeversprechen des Anbieters reicht dafür nicht.
Bei automatisch ausgeführten Schritten braucht das Team eine Möglichkeit, Fehler zu erkennen und den Ablauf zu stoppen. Eine Veröffentlichung oder Kundenkommunikation sollte nicht unbeabsichtigt aus einem Testlauf entstehen.
Nach dem Pilot bewusst entscheiden
Vereinbare vor dem Test ein kleines Ergebnis: etwa einen geprüften Artikelentwurf, einen korrekt übertragenen Datensatz oder einen nachvollziehbaren Bericht. Bewerte anschließend Qualität und Gesamtdauer. Entscheide dann zwischen Übernahme, weiterer Anpassung und Verzicht.
Dokumentiere die Entscheidung mit Datum und Testfall. Produktmerkmale, Preise und Bedingungen ändern sich; sie werden vor einem Kauf oder einer Erweiterung erneut beim Anbieter geprüft. So bleibt der Werkzeugbestand überschaubar und mit einer echten Aufgabe verbunden.

